Medienmitteilung der SVP Aarau: Stadtrat handelt unverantwortlich – Kreisschule Aarau-Buchs hätte Stabilität gebraucht statt Übernahme oder planlose Auflösung

Medienmitteilung der SVP Aarau: Stadtrat handelt unverantwortlich – Kreisschule Aarau-Buchs hätte Stabilität gebraucht statt Übernahme oder planlose Auflösung

19. Juni 2026

Aarau, 19. Juni 2026 – Stadtrat handelt unverantwortlich – Kreisschule Aarau-Buchs hätte Stabilität gebraucht statt Übernahme oder planlose Auflösung

Die Fraktion der SVP ist der Ansicht, dass der Stadtrat von Aarau seiner Verantwortung nicht gerecht wird. Jahrelang schaut er dem Missmanagement der Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) zu. Im Moment, wo sich die Führung stabilisiert hat, torpediert er die neu Verantwortlichen durch die Mitteilung, die Auflösung der KSAB als einzige Option zu prüfen. Nun will er das nicht mehr prüfen, sondern die Auflösung planlos innert Monatsfrist umsetzen.

Fast neun Jahre lang hat diese Schule nie richtig funktioniert. Hohe Fluktuation, Burnouts in der Geschäftsstelle, absurde Schulraumbestellungen, liegengebliebene Reglemente – von Submissions­vorschriften bis zu Abschiedsgeschenken – und IT-Kosten, die von überschaubaren 500’000 Franken (2021) auf über 2,5 Millionen Franken (2025) explodierten.

Vor diesem Hintergrund war die Motion von Mitte-Links vom 21. März 2025, welche die Prüfung von Auflösungsszenarien forderte, durchaus nachvollziehbar. Es wäre damals ange­messen gewesen, verschiedene Varianten ernsthaft und ergebnisoffen zu prüfen. Stattdessen hat der Stadtrat diese Motion – genau wie andere unangenehme Vorlagen – einfach vor sich hergeschoben.

Erst dank der Intervention des Kantons und der Anstellung des fähigen Geschäftsführers Christian Meister kehrte Stabilität ein. Kompetente Mitarbeiter konnten zurückgewonnen werden und namhafte Persönlichkeiten zeigten sich bereit, für den Schulvorstand zu kandidieren. Die Erholung der Schule war spürbar – und sie geschah nicht dank, sondern trotz des bisherigen Handelns des Stadtrats.

Umso unverständlicher war die Kehrtwende Mitte Mai 2026. Der Stadtrat wirft mit einer miserablen Kommunikation alles wieder über den Haufen. Statt alle Szenarien gleichwertig und transparent zu prüfen, kommuniziert er die «vertiefte Prüfung» eines einzigen Szenarios – nämlich die Auflösung der KSAB. Das ist keine neutrale Prüfung mehr, das ist eine politische Vorentscheidung: Wer öffentlich ankündigt, nur die Auflösung vertieft prüfen zu wollen, will in der Regel genau das auch umsetzen. Keine kompetente Person will aber Totengräber dieser Kreisschule sein. Das ist der Hauptgrund, warum Herr Meister sich zurückzog, warum Buchs und der Kanton verärgert sind und warum nicht mehr genügend qualifizierte Bewerber für den Schulvorstand zur Verfügung standen, die Wahl also kurzfristig abgesagt werden musste. Die vom Stadtrat vorgesehene Kommunikation nach den Vorstandswahlen war übrigens nicht nur unfair, sondern zeugte von einem Mangel an Respekt gegenüber den engagierten Persönlich­keiten, die sich zur Verfügung gestellt hatten.

Es wurden aber nicht nur die Bewerberinnen und Bewerber für den Schulvorstand getäuscht, man hat auch die Arbeit und die Bemühungen des BKS – des Departements Bildung, Kultur und Sport – mit Füssen getreten. Die Gemeinde Buchs wurde ebenfalls ohne einleuch­tenden Grund vor den Kopf gestossen. Jahrelange Bemühungen um eine funktionierende Kreisschule wurden durch diese Kehrtwende auf einen Schlag für obsolet erklärt.

Wenn zudem die Information stimmt, dass Aarau mit der angedachten Vertragslösung die ganze Kreisschule integral übernehmen wollte, ohne dass Buchs künftig hätte mitreden können, so werden die Gedankengänge des Stadtrates noch absurder. Schwer wiegt auch ein anderer Verdacht, der sich aufdrängt: Dass es bei diesem ganzen «Theater» nicht primär um die Kreisschule geht, sondern darum, die angestrebte Fusion mit Unterentfelden nicht wegen der ungelösten Schulfrage zu blockieren.

SVP fordert klare Konsequenzen und echte Priorisierung des Schulbetriebs
Die SVP Aarau verlangt, dass der Stadtrat die Angelegenheit nun endlich ergebnisoffen, trans­parent und ohne Hintergedanken (insbesondere fusionspolitische) aufrollt. Statt weiterer zentralistischer Experimente und ideologischer Projekte muss der Fokus nun endlich auf die echten Bedürfnisse im Schulbetrieb gelegt werden. Die bisherigen Fehler bei der Führung der Kreisschule Aarau-Buchs dürfen nicht wiederholt werden:

  • Die Anliegen und Bedürfnisse der Lehrerinnen und Lehrer müssen umfassend erhoben und ernst genommen werden – in allen Bereichen und an allen Standorten, insbesondere auch in der Schulraumplanung.
  • Die Schulleitungen vor Ort müssen wieder die notwendigen Zuständigkeiten und Handlungs­spielräume erhalten, damit der Schulbetrieb – eingebettet in zweckmässige und überschaubare Strukturen – reibungslos und lernorientiert funktionieren kann.

Nach jahrelangem Schlamassel auf Kosten der Schüler, Lehrer und Steuerzahler braucht es nun endlich stabile Verhältnisse und Respekt vor den Menschen, die täglich in der Schule arbeiten.

Die SVP wird das weitere Vorgehen des Stadtrats kritisch begleiten und sich weiterhin für eine funktionierende und qualitativ hochstehende Schule einsetzen.

Aarau, 19. Juni Mai 2026


Weitere Auskünfte für Medien:
SVP Aarau: Dr. Nicole Burger, Kreisschulrätin und Grossrätin, 079 384 88 85